Platz und Zugang
Das Gerät, Speicher und Hydraulik brauchen Stellfläche und Platz für Wartung. Klären Sie früh, ob das Gerät durch Türen und Stiegen passt.
Wann es sinnvoll ist, die Monoblock-Wärmepumpe im Keller statt im Garten aufzustellen, und was Sie dafür einplanen sollten.
Ja, es gibt Monoblock-Wärmepumpen für die Innenaufstellung. Das Gerät steht dann zum Beispiel im Keller oder Technikraum und saugt die Außenluft über Luftkanäle an, die abgekühlte Luft wird über einen zweiten Kanal nach draußen geführt. Von außen sind nur die Öffnungen in der Hauswand zu sehen.
Der Kältekreis bleibt auch hier geschlossen im Gerät. Weil das ganze Gerät im Haus steht, fließt kein Heizwasser durch Leitungen im Freien. Damit entfällt ein typisches Thema der Außenaufstellung, der Frostschutz der Verbindungsleitungen.
Die Innenaufstellung eignet sich vor allem, wenn im Garten kein Platz ist, das Ortsbild geschützt werden soll oder ein Außengerät zu nah an Nachbarn stünde. Dafür braucht sie Raum im Haus und eine durchdachte Luftführung.
Vier Punkte entscheiden, ob Ihr Keller oder Technikraum geeignet ist.
Das Gerät, Speicher und Hydraulik brauchen Stellfläche und Platz für Wartung. Klären Sie früh, ob das Gerät durch Türen und Stiegen passt.
Ansaug- und Ausblasluft laufen über getrennte Kanäle durch die Außenwand, oft über Lichtschächte. Die Öffnungen müssen so liegen, dass die kalte Abluft nicht wieder angesaugt wird.
Verdichter und Ventilator sind im Haus hörbar, Schwingungen können sich über Boden und Wände übertragen. Eine entkoppelte Aufstellung hilft. Außen ist vor allem die Ausblasöffnung zu beachten.
Beim Abkühlen der Luft fällt Wasser an, im Winter auch beim Abtauen. Es muss sicher abgeleitet werden, etwa in einen Kanalanschluss im Keller.
Typisch ist die Innenaufstellung bei Reihenhäusern und eng bebauten Grundstücken, auf denen ein Außengerät nur sehr nah an der Grundgrenze Platz fände. Auch bei Häusern in Schutzzonen, in denen Gemeinde oder Ortsbildschutz sichtbare Technik an der Fassade kritisch sehen, kann sie die Lösung sein. Voraussetzung ist ein Kellerraum oder Technikraum an einer Außenwand, damit die Luftkanäle kurz bleiben. Liegt der einzige freie Raum mitten im Haus, werden Kanäle lang und aufwendig; dann ist ein gut platziertes Außengerät oder ein Split-Gerät oft die einfachere Wahl. Klären Sie bei der Gemeinde, ob für Wanddurchbrüche oder Lichtschächte eine Meldung oder Bewilligung nötig ist.
Viele aktuelle Wärmepumpen arbeiten mit R290 (Propan), das brennbar ist. Bei Außengeräten gilt deshalb ein Schutzbereich. Steht das Gerät im Haus, legt der Hersteller fest, welche Bedingungen der Aufstellraum erfüllen muss. Ob ein bestimmtes Modell für die Innenaufstellung zugelassen ist und welche Vorgaben gelten, steht in der Montageanleitung. Diese Prüfung gehört zur Planung durch den Fachbetrieb.
Auch bei Innenaufstellung entsteht an der Ausblasöffnung Schall. Der Klima- und Energiefonds beziffert die Schallleistung heutiger Luft-Wärmepumpen mit 40 bis 60 dB(A) und den Pegel beim Nachbarn in der Regel mit weniger als 35 dB(A). Für die Landesförderung 2026 verlangt Oberösterreich bei Luft-Wärmepumpen höchstens 35 dB an der Grenze zum Nachbargrundstück (Stand Oktober 2026). Lassen Sie die Lage der Öffnungen deshalb mit Blick auf Nachbarfenster und Terrassen planen.
Allgemeine Mehrkosten lassen sich nicht seriös beziffern, weil sie stark vom Gebäude abhängen. Kostentreiber sind vor allem Wanddurchbrüche, Kanäle und eventuell nötige Lichtschächte. Bitten Sie die Fachbetriebe, diese Arbeiten im Angebot getrennt auszuweisen. Zum Ablauf der Montage lesen Sie mehr unter Monoblock-Wärmepumpe installieren, zum Vergleich der Bauarten unter Monoblock oder Split.
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